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25 Temmuz 2011 Pazartesi
Cadel Evans am Ziel seiner Träume
In Gelb nach Paris
Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Der 34-Jährige feierte in Paris den größten Erfolg seiner Karriere. Lange galt Evans als "ewiger Zweiter" und auch als "Bruchpilot".
Profi mit Kämpferherz
"Radsport ist stürzen und wieder aufstehen", hat einmal Walter Godefroot gesagt, der belgische Teamchef des einst erfolgreichen deutschen Teams Telekom. Cadel Evans, der Sieger der Tour de France 2011, kann davon ein Lied singen. So brach sich der Australier allein 2003 dreimal in einer Saison das Schlüsselbein – und kam immer wieder: ein Bruchpilot mit einem Kämpferherz.
Vom Mountainbike aufs Rennrad
Am 14. Februar 1977 in Kathrine im Norden Australiens geboren, begann Evans seine Radsport-Karriere auf dem Mountainbike. 1998 und 99 gewann er die Weltcupgesamtwertung, ehe er im Jahr 2000 aufs Rennrad wechselte. In seiner ersten Profisaison 2001 genoss der Australier noch die Freiheit, neben Straßen- auch Mountainbike-Rennen bestreiten zu dürfen. 2002 sorgte Evans erstmals für Schlagzeilen, als er für einen Tag das Rosa Trikot des Giro d'Italia tragen durfte. Ein zweijähriges Gastspiel beim Team Telekom (2003-2004) verlief weitgehend erfolglos.
Zweimal knapp geschlagen Zweiter
Evans (l.) Tour-Zweiter 2008 hinter Sastre (M.)
2005 wechselte Evans zum belgischen Lotto-Team und startete erstmals bei der Tour de France. Der Australier bewies seine Qualitäten als Rundfahrt-Spezialist und belegte den achten Platz der Gesamtwertung. 2006 war er schon Fünfter, nach der Disqualifikation des Siegers Floyd Landis sogar Vierter. Nun wurde Evans zu den Tour-Favoriten gezählt. Beinahe hätte es schon 2007 zum Sieg gereicht. Auf der vorletzten Etappe, einem Einzelzeitfahren über 55 Kilometer, nahm Evans dem Spanier Alberto Contador anderthalb Minuten ab. Am Ende aber fehlten dem Australier 23 Sekunden, um die Tour zu gewinnen. Auch 2008 blieb Evans nur Platz zwei der Gesamtwertung. Diesmal landete er 58 Sekunden hinter dem Spanier Carlos Sastre.
Weltmeister 2009
Den Ruf des "ewigen Zweiten" legte Cadel Evans 2009 ab. Im Alter von 32 Jahren gewann der Australier in Mendrisio in der Schweiz den Weltmeistertitel. "Die Welt hat mir jahrelang erzählt, dass ich keine großen Rennen gewinnen kann", sagte Evans damals unter Tränen. "Aber heute bin ich Weltmeister geworden." Evans wurde übrigens niemals bei Dopingkontrollen positiv getestet, geriet aber zwischenzeitlich in Verdacht. Grund waren seine Kontakte zum umstrittenen italienischen Arzt Michele Ferrari, dem die Presse den Beinamen "Dottore Epo" gab. Ferrari habe nur Trainingspläne für ihn aufgestellt, entgegnete Evans.
Cadel Evans ist stark im Zeitfahren, dem Kampf gegen die Uhr
Schnell von A nach B
Seine Heimat Australien hat der 34-Jährige in diesen Tagen ins Radsport-Fieber versetzt. Tausende Fans verfolgten zuletzt auf Großleinwänden in Melbourne die Tour-de-France-Etappen. Evans selbst meidet eher den Trubel. Der Radprofi, der mit einer Italienerin verheiratet ist, gilt als zurückhaltend. Große Worte sind nicht seine Sache. Vor dem Zeitfahren in Grenoble, das ihm den Sieg bei der Tour 2011 beschert haben dürfte, beschrieb Cadel Evans seine Taktik so: "Ganz einfach: Schnell von Punkt A nach Punkt B fahren."
In Gelb nach Paris
Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Der 34-Jährige feierte in Paris den größten Erfolg seiner Karriere. Lange galt Evans als "ewiger Zweiter" und auch als "Bruchpilot".
Profi mit Kämpferherz
"Radsport ist stürzen und wieder aufstehen", hat einmal Walter Godefroot gesagt, der belgische Teamchef des einst erfolgreichen deutschen Teams Telekom. Cadel Evans, der Sieger der Tour de France 2011, kann davon ein Lied singen. So brach sich der Australier allein 2003 dreimal in einer Saison das Schlüsselbein – und kam immer wieder: ein Bruchpilot mit einem Kämpferherz.
Vom Mountainbike aufs Rennrad
Am 14. Februar 1977 in Kathrine im Norden Australiens geboren, begann Evans seine Radsport-Karriere auf dem Mountainbike. 1998 und 99 gewann er die Weltcupgesamtwertung, ehe er im Jahr 2000 aufs Rennrad wechselte. In seiner ersten Profisaison 2001 genoss der Australier noch die Freiheit, neben Straßen- auch Mountainbike-Rennen bestreiten zu dürfen. 2002 sorgte Evans erstmals für Schlagzeilen, als er für einen Tag das Rosa Trikot des Giro d'Italia tragen durfte. Ein zweijähriges Gastspiel beim Team Telekom (2003-2004) verlief weitgehend erfolglos.
Zweimal knapp geschlagen Zweiter
Evans (l.) Tour-Zweiter 2008 hinter Sastre (M.)
2005 wechselte Evans zum belgischen Lotto-Team und startete erstmals bei der Tour de France. Der Australier bewies seine Qualitäten als Rundfahrt-Spezialist und belegte den achten Platz der Gesamtwertung. 2006 war er schon Fünfter, nach der Disqualifikation des Siegers Floyd Landis sogar Vierter. Nun wurde Evans zu den Tour-Favoriten gezählt. Beinahe hätte es schon 2007 zum Sieg gereicht. Auf der vorletzten Etappe, einem Einzelzeitfahren über 55 Kilometer, nahm Evans dem Spanier Alberto Contador anderthalb Minuten ab. Am Ende aber fehlten dem Australier 23 Sekunden, um die Tour zu gewinnen. Auch 2008 blieb Evans nur Platz zwei der Gesamtwertung. Diesmal landete er 58 Sekunden hinter dem Spanier Carlos Sastre.
Weltmeister 2009
Den Ruf des "ewigen Zweiten" legte Cadel Evans 2009 ab. Im Alter von 32 Jahren gewann der Australier in Mendrisio in der Schweiz den Weltmeistertitel. "Die Welt hat mir jahrelang erzählt, dass ich keine großen Rennen gewinnen kann", sagte Evans damals unter Tränen. "Aber heute bin ich Weltmeister geworden." Evans wurde übrigens niemals bei Dopingkontrollen positiv getestet, geriet aber zwischenzeitlich in Verdacht. Grund waren seine Kontakte zum umstrittenen italienischen Arzt Michele Ferrari, dem die Presse den Beinamen "Dottore Epo" gab. Ferrari habe nur Trainingspläne für ihn aufgestellt, entgegnete Evans.
Cadel Evans ist stark im Zeitfahren, dem Kampf gegen die Uhr
Schnell von A nach B
Seine Heimat Australien hat der 34-Jährige in diesen Tagen ins Radsport-Fieber versetzt. Tausende Fans verfolgten zuletzt auf Großleinwänden in Melbourne die Tour-de-France-Etappen. Evans selbst meidet eher den Trubel. Der Radprofi, der mit einer Italienerin verheiratet ist, gilt als zurückhaltend. Große Worte sind nicht seine Sache. Vor dem Zeitfahren in Grenoble, das ihm den Sieg bei der Tour 2011 beschert haben dürfte, beschrieb Cadel Evans seine Taktik so: "Ganz einfach: Schnell von Punkt A nach Punkt B fahren."
Amy Winehouse: Tod im Alter von 27 Jahren
Im Juni hatte sie noch ein Comeback versucht. Doch offenbar angetrunken brach Amy Winehouse den Auftritt in Belgrad ab. Für ihre Fans waren diese Bilder ein Schock. Nun ist Amy Winehouse im Alter von 27 Jahren gestorben.
Die britische Pop- und Soul-Sängerin wurde am Samstag (23.07.2011) von der Polizei in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden tot aufgefunden. Die Todesursache galt zunächst als unbekannt. Die Beamten sperrten die Straße vor ihrem Haus ab, wo sich zahlreiche Fans und Schaulustige versammelten. Ein Sprecher der Polizei sagte, es habe noch keine Obduktion stattgefunden. Die Familie kündigte an, "zu gegebener Zeit" eine Stellungnahme abgeben zu wollen.
Immer wieder Drogen und Alkohol
Während ihrer Karriere war Winehouse immer wieder durch Drogen- und Alkohol-Missbrauch aufgefallen. In unschöner Regelmäßigkeit hatte sie aus diesem Grund Tourneen und Konzerte absagen müssen. Ihre Probleme hatte Amy Winehouse auch in ihrer Musik thematisiert. Einer ihrer größten Hits "Rehab" enthält die Textzeile: "Sie wollten mich zu einem Entzug bewegen - ich sagte 'Nein, nein, nein'" ("They tried to make me go to rehab. I said 'no, no no'").
Auf der Bühne: Amy Winehouse
Die am 14. September 1983 geborene Winehouse galt schon als Jugendliche als großes Musiktalent. Ihr Debut-Album "Frank" im Jahr 2003 wurde von der Kritik hochgelobt. Das zweite Album brachte dann weltweit den Durchbruch: "Back to black", erschienen im Oktober 2006, erreichte schnell Spitzenplätze in den Charts. Zwei Jahre später räumte Winehouse bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles gleich fünf Mal ab: Sie holte sich den begehrten Musikpreis als beste Nachwuchskünstlerin, als beste weibliche Popsängerin, für den Song des Jahres, die Aufnahme des Jahres ("Rehab") sowie für das Album des Jahres.
Ihr bestes und letztes Album
"Back to black" verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal. Doch die Hoffnung der Fans und der Plattenfirmen-Manager, Amy Winehouse könne den Erfolg fortsetzen, erfüllt sich nicht. "Back to black" sollte ihr letztes Album bleiben. In der Folgezeit machte die Britin vor allem durch Drogeneskapaden Schlagzeilen.
Gefeierte Soul-Künstlerin
Auch ihre Ehe mit dem ebenfalls drogenkranken Blake Fielder-Civil, die im Juli 2009 geschieden wurde, verhalf der Sängerin nicht zu einem besseren Leben. Meldungen über Gefängnisaufenthalte, Pöbeleien, Ehe-Krisen und immer wieder abgebrochene Aufenthalte in Drogenkliniken beschäftigen die Boulevard-Presse. Mit einem geschätzten Vermögen von inzwischen zehn Millionen Pfund gehört Amy Winehouse zwischenzeitlich zwar zu den reichsten jungen Briten aus dem Musikgeschäft. Dennoch beklagte ihr Vater Mitchell Winehouse immer wieder das "langsame und schmerzhafte Sterben" seiner Tochter, die aufgrund ihres Zigaretten- und Crack-Konsums auch unter einer Lungenerkrankung litt.
Nachdem sich die Nachricht vom Tod der Sängerin verbreitet hatte, zollten viele Musiker-Kollegen über den Kurznachrichtendienst Twitter ihren Tribut. Mick Hucknall von "Simply Red" würdigte Amy Winehouse als "bei weitem beste britische Sängerin aller Zeiten". Ihr Produzent Mark Ronson erklärte, sie sei wie eine Schwester für ihn gewesen. Dies sei einer der traurigsten Tage in seinem Leben, so Ronson.
Nun Mitglied im "Club 27"
Dass Amy Winehouse nur 27 Jahre alt wurde, dürfte ihrer Popularität keinen Abbruch tun. Sie hat sich damit einen Platz im tragischen "Club 27" verschafft. Auch Jimi Hendrix, Janis Joplin, der Doors-Sänger Jim Morrison, Rollig-Stones-Gitarrist Brian Jones und Nirvana-Frontmann Kurt Cobain starben im Alter von 27.
Im Juni hatte sie noch ein Comeback versucht. Doch offenbar angetrunken brach Amy Winehouse den Auftritt in Belgrad ab. Für ihre Fans waren diese Bilder ein Schock. Nun ist Amy Winehouse im Alter von 27 Jahren gestorben.
Die britische Pop- und Soul-Sängerin wurde am Samstag (23.07.2011) von der Polizei in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden tot aufgefunden. Die Todesursache galt zunächst als unbekannt. Die Beamten sperrten die Straße vor ihrem Haus ab, wo sich zahlreiche Fans und Schaulustige versammelten. Ein Sprecher der Polizei sagte, es habe noch keine Obduktion stattgefunden. Die Familie kündigte an, "zu gegebener Zeit" eine Stellungnahme abgeben zu wollen.
Immer wieder Drogen und Alkohol
Während ihrer Karriere war Winehouse immer wieder durch Drogen- und Alkohol-Missbrauch aufgefallen. In unschöner Regelmäßigkeit hatte sie aus diesem Grund Tourneen und Konzerte absagen müssen. Ihre Probleme hatte Amy Winehouse auch in ihrer Musik thematisiert. Einer ihrer größten Hits "Rehab" enthält die Textzeile: "Sie wollten mich zu einem Entzug bewegen - ich sagte 'Nein, nein, nein'" ("They tried to make me go to rehab. I said 'no, no no'").
Auf der Bühne: Amy Winehouse
Die am 14. September 1983 geborene Winehouse galt schon als Jugendliche als großes Musiktalent. Ihr Debut-Album "Frank" im Jahr 2003 wurde von der Kritik hochgelobt. Das zweite Album brachte dann weltweit den Durchbruch: "Back to black", erschienen im Oktober 2006, erreichte schnell Spitzenplätze in den Charts. Zwei Jahre später räumte Winehouse bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles gleich fünf Mal ab: Sie holte sich den begehrten Musikpreis als beste Nachwuchskünstlerin, als beste weibliche Popsängerin, für den Song des Jahres, die Aufnahme des Jahres ("Rehab") sowie für das Album des Jahres.
Ihr bestes und letztes Album
"Back to black" verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal. Doch die Hoffnung der Fans und der Plattenfirmen-Manager, Amy Winehouse könne den Erfolg fortsetzen, erfüllt sich nicht. "Back to black" sollte ihr letztes Album bleiben. In der Folgezeit machte die Britin vor allem durch Drogeneskapaden Schlagzeilen.
Gefeierte Soul-Künstlerin
Auch ihre Ehe mit dem ebenfalls drogenkranken Blake Fielder-Civil, die im Juli 2009 geschieden wurde, verhalf der Sängerin nicht zu einem besseren Leben. Meldungen über Gefängnisaufenthalte, Pöbeleien, Ehe-Krisen und immer wieder abgebrochene Aufenthalte in Drogenkliniken beschäftigen die Boulevard-Presse. Mit einem geschätzten Vermögen von inzwischen zehn Millionen Pfund gehört Amy Winehouse zwischenzeitlich zwar zu den reichsten jungen Briten aus dem Musikgeschäft. Dennoch beklagte ihr Vater Mitchell Winehouse immer wieder das "langsame und schmerzhafte Sterben" seiner Tochter, die aufgrund ihres Zigaretten- und Crack-Konsums auch unter einer Lungenerkrankung litt.
Nachdem sich die Nachricht vom Tod der Sängerin verbreitet hatte, zollten viele Musiker-Kollegen über den Kurznachrichtendienst Twitter ihren Tribut. Mick Hucknall von "Simply Red" würdigte Amy Winehouse als "bei weitem beste britische Sängerin aller Zeiten". Ihr Produzent Mark Ronson erklärte, sie sei wie eine Schwester für ihn gewesen. Dies sei einer der traurigsten Tage in seinem Leben, so Ronson.
Nun Mitglied im "Club 27"
Dass Amy Winehouse nur 27 Jahre alt wurde, dürfte ihrer Popularität keinen Abbruch tun. Sie hat sich damit einen Platz im tragischen "Club 27" verschafft. Auch Jimi Hendrix, Janis Joplin, der Doors-Sänger Jim Morrison, Rollig-Stones-Gitarrist Brian Jones und Nirvana-Frontmann Kurt Cobain starben im Alter von 27.
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