25 Temmuz 2011 Pazartesi
Cadel Evans am Ziel seiner Träume
In Gelb nach Paris
Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Der 34-Jährige feierte in Paris den größten Erfolg seiner Karriere. Lange galt Evans als "ewiger Zweiter" und auch als "Bruchpilot".
Profi mit Kämpferherz
"Radsport ist stürzen und wieder aufstehen", hat einmal Walter Godefroot gesagt, der belgische Teamchef des einst erfolgreichen deutschen Teams Telekom. Cadel Evans, der Sieger der Tour de France 2011, kann davon ein Lied singen. So brach sich der Australier allein 2003 dreimal in einer Saison das Schlüsselbein – und kam immer wieder: ein Bruchpilot mit einem Kämpferherz.
Vom Mountainbike aufs Rennrad
Am 14. Februar 1977 in Kathrine im Norden Australiens geboren, begann Evans seine Radsport-Karriere auf dem Mountainbike. 1998 und 99 gewann er die Weltcupgesamtwertung, ehe er im Jahr 2000 aufs Rennrad wechselte. In seiner ersten Profisaison 2001 genoss der Australier noch die Freiheit, neben Straßen- auch Mountainbike-Rennen bestreiten zu dürfen. 2002 sorgte Evans erstmals für Schlagzeilen, als er für einen Tag das Rosa Trikot des Giro d'Italia tragen durfte. Ein zweijähriges Gastspiel beim Team Telekom (2003-2004) verlief weitgehend erfolglos.
Zweimal knapp geschlagen Zweiter
Evans (l.) Tour-Zweiter 2008 hinter Sastre (M.)
2005 wechselte Evans zum belgischen Lotto-Team und startete erstmals bei der Tour de France. Der Australier bewies seine Qualitäten als Rundfahrt-Spezialist und belegte den achten Platz der Gesamtwertung. 2006 war er schon Fünfter, nach der Disqualifikation des Siegers Floyd Landis sogar Vierter. Nun wurde Evans zu den Tour-Favoriten gezählt. Beinahe hätte es schon 2007 zum Sieg gereicht. Auf der vorletzten Etappe, einem Einzelzeitfahren über 55 Kilometer, nahm Evans dem Spanier Alberto Contador anderthalb Minuten ab. Am Ende aber fehlten dem Australier 23 Sekunden, um die Tour zu gewinnen. Auch 2008 blieb Evans nur Platz zwei der Gesamtwertung. Diesmal landete er 58 Sekunden hinter dem Spanier Carlos Sastre.
Weltmeister 2009
Den Ruf des "ewigen Zweiten" legte Cadel Evans 2009 ab. Im Alter von 32 Jahren gewann der Australier in Mendrisio in der Schweiz den Weltmeistertitel. "Die Welt hat mir jahrelang erzählt, dass ich keine großen Rennen gewinnen kann", sagte Evans damals unter Tränen. "Aber heute bin ich Weltmeister geworden." Evans wurde übrigens niemals bei Dopingkontrollen positiv getestet, geriet aber zwischenzeitlich in Verdacht. Grund waren seine Kontakte zum umstrittenen italienischen Arzt Michele Ferrari, dem die Presse den Beinamen "Dottore Epo" gab. Ferrari habe nur Trainingspläne für ihn aufgestellt, entgegnete Evans.
Cadel Evans ist stark im Zeitfahren, dem Kampf gegen die Uhr
Schnell von A nach B
Seine Heimat Australien hat der 34-Jährige in diesen Tagen ins Radsport-Fieber versetzt. Tausende Fans verfolgten zuletzt auf Großleinwänden in Melbourne die Tour-de-France-Etappen. Evans selbst meidet eher den Trubel. Der Radprofi, der mit einer Italienerin verheiratet ist, gilt als zurückhaltend. Große Worte sind nicht seine Sache. Vor dem Zeitfahren in Grenoble, das ihm den Sieg bei der Tour 2011 beschert haben dürfte, beschrieb Cadel Evans seine Taktik so: "Ganz einfach: Schnell von Punkt A nach Punkt B fahren."
In Gelb nach Paris
Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Der 34-Jährige feierte in Paris den größten Erfolg seiner Karriere. Lange galt Evans als "ewiger Zweiter" und auch als "Bruchpilot".
Profi mit Kämpferherz
"Radsport ist stürzen und wieder aufstehen", hat einmal Walter Godefroot gesagt, der belgische Teamchef des einst erfolgreichen deutschen Teams Telekom. Cadel Evans, der Sieger der Tour de France 2011, kann davon ein Lied singen. So brach sich der Australier allein 2003 dreimal in einer Saison das Schlüsselbein – und kam immer wieder: ein Bruchpilot mit einem Kämpferherz.
Vom Mountainbike aufs Rennrad
Am 14. Februar 1977 in Kathrine im Norden Australiens geboren, begann Evans seine Radsport-Karriere auf dem Mountainbike. 1998 und 99 gewann er die Weltcupgesamtwertung, ehe er im Jahr 2000 aufs Rennrad wechselte. In seiner ersten Profisaison 2001 genoss der Australier noch die Freiheit, neben Straßen- auch Mountainbike-Rennen bestreiten zu dürfen. 2002 sorgte Evans erstmals für Schlagzeilen, als er für einen Tag das Rosa Trikot des Giro d'Italia tragen durfte. Ein zweijähriges Gastspiel beim Team Telekom (2003-2004) verlief weitgehend erfolglos.
Zweimal knapp geschlagen Zweiter
Evans (l.) Tour-Zweiter 2008 hinter Sastre (M.)
2005 wechselte Evans zum belgischen Lotto-Team und startete erstmals bei der Tour de France. Der Australier bewies seine Qualitäten als Rundfahrt-Spezialist und belegte den achten Platz der Gesamtwertung. 2006 war er schon Fünfter, nach der Disqualifikation des Siegers Floyd Landis sogar Vierter. Nun wurde Evans zu den Tour-Favoriten gezählt. Beinahe hätte es schon 2007 zum Sieg gereicht. Auf der vorletzten Etappe, einem Einzelzeitfahren über 55 Kilometer, nahm Evans dem Spanier Alberto Contador anderthalb Minuten ab. Am Ende aber fehlten dem Australier 23 Sekunden, um die Tour zu gewinnen. Auch 2008 blieb Evans nur Platz zwei der Gesamtwertung. Diesmal landete er 58 Sekunden hinter dem Spanier Carlos Sastre.
Weltmeister 2009
Den Ruf des "ewigen Zweiten" legte Cadel Evans 2009 ab. Im Alter von 32 Jahren gewann der Australier in Mendrisio in der Schweiz den Weltmeistertitel. "Die Welt hat mir jahrelang erzählt, dass ich keine großen Rennen gewinnen kann", sagte Evans damals unter Tränen. "Aber heute bin ich Weltmeister geworden." Evans wurde übrigens niemals bei Dopingkontrollen positiv getestet, geriet aber zwischenzeitlich in Verdacht. Grund waren seine Kontakte zum umstrittenen italienischen Arzt Michele Ferrari, dem die Presse den Beinamen "Dottore Epo" gab. Ferrari habe nur Trainingspläne für ihn aufgestellt, entgegnete Evans.
Cadel Evans ist stark im Zeitfahren, dem Kampf gegen die Uhr
Schnell von A nach B
Seine Heimat Australien hat der 34-Jährige in diesen Tagen ins Radsport-Fieber versetzt. Tausende Fans verfolgten zuletzt auf Großleinwänden in Melbourne die Tour-de-France-Etappen. Evans selbst meidet eher den Trubel. Der Radprofi, der mit einer Italienerin verheiratet ist, gilt als zurückhaltend. Große Worte sind nicht seine Sache. Vor dem Zeitfahren in Grenoble, das ihm den Sieg bei der Tour 2011 beschert haben dürfte, beschrieb Cadel Evans seine Taktik so: "Ganz einfach: Schnell von Punkt A nach Punkt B fahren."
Amy Winehouse: Tod im Alter von 27 Jahren
Im Juni hatte sie noch ein Comeback versucht. Doch offenbar angetrunken brach Amy Winehouse den Auftritt in Belgrad ab. Für ihre Fans waren diese Bilder ein Schock. Nun ist Amy Winehouse im Alter von 27 Jahren gestorben.
Die britische Pop- und Soul-Sängerin wurde am Samstag (23.07.2011) von der Polizei in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden tot aufgefunden. Die Todesursache galt zunächst als unbekannt. Die Beamten sperrten die Straße vor ihrem Haus ab, wo sich zahlreiche Fans und Schaulustige versammelten. Ein Sprecher der Polizei sagte, es habe noch keine Obduktion stattgefunden. Die Familie kündigte an, "zu gegebener Zeit" eine Stellungnahme abgeben zu wollen.
Immer wieder Drogen und Alkohol
Während ihrer Karriere war Winehouse immer wieder durch Drogen- und Alkohol-Missbrauch aufgefallen. In unschöner Regelmäßigkeit hatte sie aus diesem Grund Tourneen und Konzerte absagen müssen. Ihre Probleme hatte Amy Winehouse auch in ihrer Musik thematisiert. Einer ihrer größten Hits "Rehab" enthält die Textzeile: "Sie wollten mich zu einem Entzug bewegen - ich sagte 'Nein, nein, nein'" ("They tried to make me go to rehab. I said 'no, no no'").
Auf der Bühne: Amy Winehouse
Die am 14. September 1983 geborene Winehouse galt schon als Jugendliche als großes Musiktalent. Ihr Debut-Album "Frank" im Jahr 2003 wurde von der Kritik hochgelobt. Das zweite Album brachte dann weltweit den Durchbruch: "Back to black", erschienen im Oktober 2006, erreichte schnell Spitzenplätze in den Charts. Zwei Jahre später räumte Winehouse bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles gleich fünf Mal ab: Sie holte sich den begehrten Musikpreis als beste Nachwuchskünstlerin, als beste weibliche Popsängerin, für den Song des Jahres, die Aufnahme des Jahres ("Rehab") sowie für das Album des Jahres.
Ihr bestes und letztes Album
"Back to black" verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal. Doch die Hoffnung der Fans und der Plattenfirmen-Manager, Amy Winehouse könne den Erfolg fortsetzen, erfüllt sich nicht. "Back to black" sollte ihr letztes Album bleiben. In der Folgezeit machte die Britin vor allem durch Drogeneskapaden Schlagzeilen.
Gefeierte Soul-Künstlerin
Auch ihre Ehe mit dem ebenfalls drogenkranken Blake Fielder-Civil, die im Juli 2009 geschieden wurde, verhalf der Sängerin nicht zu einem besseren Leben. Meldungen über Gefängnisaufenthalte, Pöbeleien, Ehe-Krisen und immer wieder abgebrochene Aufenthalte in Drogenkliniken beschäftigen die Boulevard-Presse. Mit einem geschätzten Vermögen von inzwischen zehn Millionen Pfund gehört Amy Winehouse zwischenzeitlich zwar zu den reichsten jungen Briten aus dem Musikgeschäft. Dennoch beklagte ihr Vater Mitchell Winehouse immer wieder das "langsame und schmerzhafte Sterben" seiner Tochter, die aufgrund ihres Zigaretten- und Crack-Konsums auch unter einer Lungenerkrankung litt.
Nachdem sich die Nachricht vom Tod der Sängerin verbreitet hatte, zollten viele Musiker-Kollegen über den Kurznachrichtendienst Twitter ihren Tribut. Mick Hucknall von "Simply Red" würdigte Amy Winehouse als "bei weitem beste britische Sängerin aller Zeiten". Ihr Produzent Mark Ronson erklärte, sie sei wie eine Schwester für ihn gewesen. Dies sei einer der traurigsten Tage in seinem Leben, so Ronson.
Nun Mitglied im "Club 27"
Dass Amy Winehouse nur 27 Jahre alt wurde, dürfte ihrer Popularität keinen Abbruch tun. Sie hat sich damit einen Platz im tragischen "Club 27" verschafft. Auch Jimi Hendrix, Janis Joplin, der Doors-Sänger Jim Morrison, Rollig-Stones-Gitarrist Brian Jones und Nirvana-Frontmann Kurt Cobain starben im Alter von 27.
Im Juni hatte sie noch ein Comeback versucht. Doch offenbar angetrunken brach Amy Winehouse den Auftritt in Belgrad ab. Für ihre Fans waren diese Bilder ein Schock. Nun ist Amy Winehouse im Alter von 27 Jahren gestorben.
Die britische Pop- und Soul-Sängerin wurde am Samstag (23.07.2011) von der Polizei in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden tot aufgefunden. Die Todesursache galt zunächst als unbekannt. Die Beamten sperrten die Straße vor ihrem Haus ab, wo sich zahlreiche Fans und Schaulustige versammelten. Ein Sprecher der Polizei sagte, es habe noch keine Obduktion stattgefunden. Die Familie kündigte an, "zu gegebener Zeit" eine Stellungnahme abgeben zu wollen.
Immer wieder Drogen und Alkohol
Während ihrer Karriere war Winehouse immer wieder durch Drogen- und Alkohol-Missbrauch aufgefallen. In unschöner Regelmäßigkeit hatte sie aus diesem Grund Tourneen und Konzerte absagen müssen. Ihre Probleme hatte Amy Winehouse auch in ihrer Musik thematisiert. Einer ihrer größten Hits "Rehab" enthält die Textzeile: "Sie wollten mich zu einem Entzug bewegen - ich sagte 'Nein, nein, nein'" ("They tried to make me go to rehab. I said 'no, no no'").
Auf der Bühne: Amy Winehouse
Die am 14. September 1983 geborene Winehouse galt schon als Jugendliche als großes Musiktalent. Ihr Debut-Album "Frank" im Jahr 2003 wurde von der Kritik hochgelobt. Das zweite Album brachte dann weltweit den Durchbruch: "Back to black", erschienen im Oktober 2006, erreichte schnell Spitzenplätze in den Charts. Zwei Jahre später räumte Winehouse bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles gleich fünf Mal ab: Sie holte sich den begehrten Musikpreis als beste Nachwuchskünstlerin, als beste weibliche Popsängerin, für den Song des Jahres, die Aufnahme des Jahres ("Rehab") sowie für das Album des Jahres.
Ihr bestes und letztes Album
"Back to black" verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal. Doch die Hoffnung der Fans und der Plattenfirmen-Manager, Amy Winehouse könne den Erfolg fortsetzen, erfüllt sich nicht. "Back to black" sollte ihr letztes Album bleiben. In der Folgezeit machte die Britin vor allem durch Drogeneskapaden Schlagzeilen.
Gefeierte Soul-Künstlerin
Auch ihre Ehe mit dem ebenfalls drogenkranken Blake Fielder-Civil, die im Juli 2009 geschieden wurde, verhalf der Sängerin nicht zu einem besseren Leben. Meldungen über Gefängnisaufenthalte, Pöbeleien, Ehe-Krisen und immer wieder abgebrochene Aufenthalte in Drogenkliniken beschäftigen die Boulevard-Presse. Mit einem geschätzten Vermögen von inzwischen zehn Millionen Pfund gehört Amy Winehouse zwischenzeitlich zwar zu den reichsten jungen Briten aus dem Musikgeschäft. Dennoch beklagte ihr Vater Mitchell Winehouse immer wieder das "langsame und schmerzhafte Sterben" seiner Tochter, die aufgrund ihres Zigaretten- und Crack-Konsums auch unter einer Lungenerkrankung litt.
Nachdem sich die Nachricht vom Tod der Sängerin verbreitet hatte, zollten viele Musiker-Kollegen über den Kurznachrichtendienst Twitter ihren Tribut. Mick Hucknall von "Simply Red" würdigte Amy Winehouse als "bei weitem beste britische Sängerin aller Zeiten". Ihr Produzent Mark Ronson erklärte, sie sei wie eine Schwester für ihn gewesen. Dies sei einer der traurigsten Tage in seinem Leben, so Ronson.
Nun Mitglied im "Club 27"
Dass Amy Winehouse nur 27 Jahre alt wurde, dürfte ihrer Popularität keinen Abbruch tun. Sie hat sich damit einen Platz im tragischen "Club 27" verschafft. Auch Jimi Hendrix, Janis Joplin, der Doors-Sänger Jim Morrison, Rollig-Stones-Gitarrist Brian Jones und Nirvana-Frontmann Kurt Cobain starben im Alter von 27.
Norwegen gedenkt mit Schweigeminute der Opfer
Landesweit gedachten die Norweger am Mittag den Anschlagsopfer in Oslo und auf der Insel Utøya. Fahnen wehten auf Halbmast, das öffentliche Leben stand still. Der mutmaßliche Täter muss sich vor dem Richter verantworten.
Stille. Im Gedenken an die Opfer der blutigen Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya versammelten sich um 12.00 Uhr am Montagmittag (25.07.2011) vor dem Universitätsgebäude in Oslo Ministerpräsident Jens Stoltenberg und die königliche Familie sowie tausende Bürger.
Kondolenzbuch liegt aus
Die Trauer lähmt das ganze Land
Die Königsfamilie und der Premierminister trugen sich anschließend ins Kondolenzbuch ein, das in der Aula der Universität ausliegt. An dem öffentlichen Gedenken beteiligten sich aus Solidarität mit Norwegen auch Schweden, Dänemark, Island und Finnland. Dort hatten die Regierungen die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Opfer ebenfalls zu würdigen. An sämtlichen offiziellen Gebäuden standen die Landesfahnen zum Zeichen der Trauer auf Halbmast.
In Norwegen stand auch der Schienenverkehr um 12.00 Uhr für eine Minute still, auch an den Flughäfen und an der Börse wurde die Arbeit während der Schweigeminute niedergelegt. Tausende Menschen stehen nun an, um sich ebenfalls in das Kondolenzbuch einzutragen.
Opferzahl könnte sinken
Noch steht die Opferzahl nicht fest
Auch drei Tage nach den schrecklichen Anschläge steht die genaue Opferzahl nicht fest. Zunächst wurde gemeldet, dass mindestens 86 Menschen durch die Schüsse von Anders Behring Breivik im Ferienlager starben. Sieben Tote soll die Bombe im Osloer Zentrum gefordert haben. Eventuell ist die Opferzahl aber niedriger als bisher angenommen.
Landespolizeichef Øystein Mæland kündigte am Montagmorgen im TV-Sender NRK an, dass im Tagesverlauf möglicherweise eine nach unten korrigierte Zahl der Toten veröffentlicht werde. Der Polizeichef sagte weiter: "Jeder und jede einzelne Getötete sind eine Katastrophe. Aber dass es insgesamt wohl weniger sind, ist eine gute Nachricht in diesem sonst so trostlosen Bild."
Stiefbruder von Mette-Marit unter den Opfern
Auch der Halbbruder der norwegischen Prinzessin Mette-Marit, Trond Berntsen, soll unter den Opfer von Utøya sein. Eine Palastsprecherin bestätigte entsprechende Presseberichte. Der 51-Jährige war Polizist, zum Zeitpunkt des Massakers am Freitag aber nicht im Dienst. Den Berichten zufolge hatte er versucht, den Attentäter zu stoppen und wurde erschossen.
Der 32-jährige Anders Behringer Breivik wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Er hat bereits zugegeben, für die Anschläge in der Hauptstadt Oslo und auf der Ferieninsel Utøya verantwortlich zu sein. Bei dem Haftprüfungstermin will Breivik dem Vernehmen nach öffentlich Stellung zu seinen Taten nehmen. Dagegen strebt die Polizei einen Ausschluss der Öffentlichkeit an, um dem Norweger keine Plattform für Propaganda zu bieten. Es wird erwartet, dass gegen Breivik ausnahmsweise eine Untersuchungshaft von acht Wochen verhängt wird, üblich sind in Norwegen maximal vier Wochen.
Landesweit gedachten die Norweger am Mittag den Anschlagsopfer in Oslo und auf der Insel Utøya. Fahnen wehten auf Halbmast, das öffentliche Leben stand still. Der mutmaßliche Täter muss sich vor dem Richter verantworten.
Stille. Im Gedenken an die Opfer der blutigen Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya versammelten sich um 12.00 Uhr am Montagmittag (25.07.2011) vor dem Universitätsgebäude in Oslo Ministerpräsident Jens Stoltenberg und die königliche Familie sowie tausende Bürger.
Kondolenzbuch liegt aus
Die Trauer lähmt das ganze Land
Die Königsfamilie und der Premierminister trugen sich anschließend ins Kondolenzbuch ein, das in der Aula der Universität ausliegt. An dem öffentlichen Gedenken beteiligten sich aus Solidarität mit Norwegen auch Schweden, Dänemark, Island und Finnland. Dort hatten die Regierungen die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Opfer ebenfalls zu würdigen. An sämtlichen offiziellen Gebäuden standen die Landesfahnen zum Zeichen der Trauer auf Halbmast.
In Norwegen stand auch der Schienenverkehr um 12.00 Uhr für eine Minute still, auch an den Flughäfen und an der Börse wurde die Arbeit während der Schweigeminute niedergelegt. Tausende Menschen stehen nun an, um sich ebenfalls in das Kondolenzbuch einzutragen.
Opferzahl könnte sinken
Noch steht die Opferzahl nicht fest
Auch drei Tage nach den schrecklichen Anschläge steht die genaue Opferzahl nicht fest. Zunächst wurde gemeldet, dass mindestens 86 Menschen durch die Schüsse von Anders Behring Breivik im Ferienlager starben. Sieben Tote soll die Bombe im Osloer Zentrum gefordert haben. Eventuell ist die Opferzahl aber niedriger als bisher angenommen.
Landespolizeichef Øystein Mæland kündigte am Montagmorgen im TV-Sender NRK an, dass im Tagesverlauf möglicherweise eine nach unten korrigierte Zahl der Toten veröffentlicht werde. Der Polizeichef sagte weiter: "Jeder und jede einzelne Getötete sind eine Katastrophe. Aber dass es insgesamt wohl weniger sind, ist eine gute Nachricht in diesem sonst so trostlosen Bild."
Stiefbruder von Mette-Marit unter den Opfern
Auch der Halbbruder der norwegischen Prinzessin Mette-Marit, Trond Berntsen, soll unter den Opfer von Utøya sein. Eine Palastsprecherin bestätigte entsprechende Presseberichte. Der 51-Jährige war Polizist, zum Zeitpunkt des Massakers am Freitag aber nicht im Dienst. Den Berichten zufolge hatte er versucht, den Attentäter zu stoppen und wurde erschossen.
Der 32-jährige Anders Behringer Breivik wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Er hat bereits zugegeben, für die Anschläge in der Hauptstadt Oslo und auf der Ferieninsel Utøya verantwortlich zu sein. Bei dem Haftprüfungstermin will Breivik dem Vernehmen nach öffentlich Stellung zu seinen Taten nehmen. Dagegen strebt die Polizei einen Ausschluss der Öffentlichkeit an, um dem Norweger keine Plattform für Propaganda zu bieten. Es wird erwartet, dass gegen Breivik ausnahmsweise eine Untersuchungshaft von acht Wochen verhängt wird, üblich sind in Norwegen maximal vier Wochen.
22 Temmuz 2011 Cuma
"Stuttgart 21" besteht Stresstest
Die Deutsche Bahn hat im Streit um "Stuttgart 21" eine entscheidende Hürde genommen. Das Gutachten zum Stresstest für das Bauprojekt hat die Leistungsfähigkeit des geplanten unterirdischen Durchgangsbahnhofs bestätigt.
Der geplante Stuttgarter Tiefbahnhof bewältigt dem Gutachten zufolge auch Spitzenbelastungen im Berufsverkehr. Zu diesem Ergebnis kommen Schweizer Verkehrsberater bei der Prüfung des Stresstests zum Bahnprojekt "Stuttgart 21", wie es am Donnerstag (21.07.2011) aus Kreisen der grün-roten Landesregierung hieß.
Die Gutachter der schweizerischen Firma SMA bestätigen den Angaben zufolge, dass der geplante unterirdische Bahnhof auf Grundlage des von der Bahn am Computer simulierten Fahrplans in Spitzenzeiten auf den geplanten acht Gleisen bis zu 49 Züge pro Stunde abfertigen kann. Nach Ansicht der Projektgegner ist dies allerdings nur möglich, weil die Bahn unter anderem größere Störfälle in dem Test ausgeblendet hat. Der ehemalige Leiter des Stuttgarter Hauptbahnhofs und Projektkritiker Egon Hopfenzitz erklärte, dass der bestehende Kopfbahnhof auf seinen 16 Gleisen bereits heute 49 Züge pro Stunde leisten könne.
Details sollen kommenden Dienstag veröffentlicht werden
Der für das Projekt zuständige Bahnvorstand Volker Kefer erklärte: "Wir fühlen uns durch die unabhängigen Gutachter bestätigt." Die Bahn habe das rund 200-seitige Gutachten auf ihrer Internetseite inzwischen veröffentlicht. Die Details des Gutachtens würden der Öffentlichkeit in der kommenden Woche ausführlich vorgestellt, erklärte Kefer.
Die Bahn sieht sich durch das Gutachten bestätigt
Die "Stuttgart 21"-Gegner sprachen dagegen von einer Mogelpackung und sagten ihre Teilnahme an der Präsentation dee Testergebnisse am kommenden Dienstag ab. Hannes Rockenbauch, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen "Stuttgart 21" erklärte den Stresstest für gescheitert. Er sei ein "Weichspüler" für ein untaugliches Bahnbetriebskonzept, weil wesentliche Faktoren für einen guten Betrieb unberücksichtigt geblieben seien. Bündnissprecherin Brigitte Dahlbender drohte mit weiteren Protestaktionen: "Wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange", sagte sie.
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk, forderte die Projektgegner auf, das Gutachten zu akzeptieren. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Herrmann (beide Grüne) sollten sich nun ebenfalls "klar und deutlich zur Schlichtung und Bewertung des Stresstests bekennen." Mit der Verweigerungshaltung der Grünen müsse jetzt endlich Schluss sein, erklärte Hauk.
Regierungskoalition bewertet Gutachten unterschiedlich
An "Stuttgart 21" scheiden sich die Geister - hier Proteste in Stuttgart
Die Regierungsfraktionen von Grünen und SPD im Stuttgarter Landtag kamen zu unterschiedlichen Bewertungen des Stresstests. SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel sagte, der Test zeige, dass Verspätungen abgebaut würden. Es seien keine zusätzlichen Gleise notwendig und auch der Kostenrahmen werde nicht gesprengt. Grünen-Fraktionschefin Edith Sitzmann erwartet hingegen höhere Kosten wegen weiterer Umbaumaßnahmen.
Die Bahn will im Rahmen von "Stuttgart 21" den bestehenden Kopfbahnhof zu einer unterirdischen Durchgangsstation umbauen und veranschlagt dafür bis zu 4,5 Milliarden Euro. Die Projektgegner hoffen, dass weitere Nachrüstkosten das Budget sprengen und die Bahn das Projekt dann einstellen müsste.
Die Deutsche Bahn hat im Streit um "Stuttgart 21" eine entscheidende Hürde genommen. Das Gutachten zum Stresstest für das Bauprojekt hat die Leistungsfähigkeit des geplanten unterirdischen Durchgangsbahnhofs bestätigt.
Der geplante Stuttgarter Tiefbahnhof bewältigt dem Gutachten zufolge auch Spitzenbelastungen im Berufsverkehr. Zu diesem Ergebnis kommen Schweizer Verkehrsberater bei der Prüfung des Stresstests zum Bahnprojekt "Stuttgart 21", wie es am Donnerstag (21.07.2011) aus Kreisen der grün-roten Landesregierung hieß.
Die Gutachter der schweizerischen Firma SMA bestätigen den Angaben zufolge, dass der geplante unterirdische Bahnhof auf Grundlage des von der Bahn am Computer simulierten Fahrplans in Spitzenzeiten auf den geplanten acht Gleisen bis zu 49 Züge pro Stunde abfertigen kann. Nach Ansicht der Projektgegner ist dies allerdings nur möglich, weil die Bahn unter anderem größere Störfälle in dem Test ausgeblendet hat. Der ehemalige Leiter des Stuttgarter Hauptbahnhofs und Projektkritiker Egon Hopfenzitz erklärte, dass der bestehende Kopfbahnhof auf seinen 16 Gleisen bereits heute 49 Züge pro Stunde leisten könne.
Details sollen kommenden Dienstag veröffentlicht werden
Der für das Projekt zuständige Bahnvorstand Volker Kefer erklärte: "Wir fühlen uns durch die unabhängigen Gutachter bestätigt." Die Bahn habe das rund 200-seitige Gutachten auf ihrer Internetseite inzwischen veröffentlicht. Die Details des Gutachtens würden der Öffentlichkeit in der kommenden Woche ausführlich vorgestellt, erklärte Kefer.
Die Bahn sieht sich durch das Gutachten bestätigt
Die "Stuttgart 21"-Gegner sprachen dagegen von einer Mogelpackung und sagten ihre Teilnahme an der Präsentation dee Testergebnisse am kommenden Dienstag ab. Hannes Rockenbauch, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen "Stuttgart 21" erklärte den Stresstest für gescheitert. Er sei ein "Weichspüler" für ein untaugliches Bahnbetriebskonzept, weil wesentliche Faktoren für einen guten Betrieb unberücksichtigt geblieben seien. Bündnissprecherin Brigitte Dahlbender drohte mit weiteren Protestaktionen: "Wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange", sagte sie.
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk, forderte die Projektgegner auf, das Gutachten zu akzeptieren. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Herrmann (beide Grüne) sollten sich nun ebenfalls "klar und deutlich zur Schlichtung und Bewertung des Stresstests bekennen." Mit der Verweigerungshaltung der Grünen müsse jetzt endlich Schluss sein, erklärte Hauk.
Regierungskoalition bewertet Gutachten unterschiedlich
An "Stuttgart 21" scheiden sich die Geister - hier Proteste in Stuttgart
Die Regierungsfraktionen von Grünen und SPD im Stuttgarter Landtag kamen zu unterschiedlichen Bewertungen des Stresstests. SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel sagte, der Test zeige, dass Verspätungen abgebaut würden. Es seien keine zusätzlichen Gleise notwendig und auch der Kostenrahmen werde nicht gesprengt. Grünen-Fraktionschefin Edith Sitzmann erwartet hingegen höhere Kosten wegen weiterer Umbaumaßnahmen.
Die Bahn will im Rahmen von "Stuttgart 21" den bestehenden Kopfbahnhof zu einer unterirdischen Durchgangsstation umbauen und veranschlagt dafür bis zu 4,5 Milliarden Euro. Die Projektgegner hoffen, dass weitere Nachrüstkosten das Budget sprengen und die Bahn das Projekt dann einstellen müsste.
Vorsicht ist besser als Dramatik
Günstigere Kredite, eine Art Marshallplan für Athen und die Banken mit im Boot - so lautet die Zauberformel des Brüsseler Euro-Gipfels. Christoph Hasselbach kommentiert.
Es war nicht die große Geste, die so viele erwartet hatten: Alle haften unbegrenzt für alle und schützen damit endgültig die Euro-Zone gegen Angriffe von Spekulanten: zum Beispiel durch Euro-Anleihen mit gleichem Zinssatz für solide Staaten wie Schuldensünder oder durch eine gigantische Aufstockung des Rettungsfonds. So haben sich das die einen gedacht. Einiges spricht tatsächlich dafür.
Fass ohne Boden?
Christoph Hasselbach
Es mehren sich aber auch die Stimmen - nicht nur in Deutschland - die eine rote Linie ziehen wollen. Wo soll das alles enden? Bald ein zweites Hilfspaket für Irland, für Portugal, ein Paket für Spanien, für Italien? Wann ist mal Schluss? Und vor allem: Wo bleibt der Anreiz zum sparsamen Haushalten, wenn man in jedem Fall rausgehauen wird? Otmar Issing, früher Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, meint, bei einer Umschuldung müsse Griechenland die Währungsunion verlassen. Die Schlussfolgerung scheint überzogen, aber zumindest die Bedenken klingen ebenfalls sehr plausibel.
Die Forderungen und Erwartungen der vergangenen Tage bewegten sich oft zwischen diesen beiden Extremen. Aber wie es Bundeskanzlerin Merkel schon angekündigt hatte, ist der große Befreiungsschlag ausgeblieben. Zwar ist die Beteiligung privater Gläubiger neu, den erwarteten teilweisen Kreditausfall will man auf wenige Tage begrenzen und mit dem Rettungsfonds EFSF absichern. Griechenland soll mit einem "Marshall-Plan" wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. Und nicht nur Griechenland, sondern auch die anderen beiden Länder, die gestützt werden, Portugal und Irland, sollen günstigere Kreditbedingungen bekommen, um sie nicht zu strangulieren. Verglichen mit der bisherigen Situation ist das eine ganze Menge.
Endlich Ruhe!?
Aber reicht das? Wenn die Märkte zunächst positiv reagiert haben, bedeutet das gar nichts. Bisher sind die Regierungen der Euro-Zone immer den Marktentwicklungen hintergehechelt. Nach jedem Gipfel hieß es, jetzt sei endlich Ruhe. Wenige Monate später wurde schon das nächste Sondertreffen der Chefs einberufen, um ein klares Signal an die Märkte zu senden.
Trotzdem ist mir das behutsame Vorgehen lieber. Der dramatische Schritt, den viele fordern, hätte eben auch dramatische Folgen, wenn es schiefgeht. Und bezeichnenderweise fordern meist diejenigen dramatische Lösungen, die selbst die Folgen nicht ausbaden müssen. Lieber noch drei Sondergipfel und eventuell nachjustieren als einen dramatischen Schritt nach vorn am Rande des Abgrunds.
Günstigere Kredite, eine Art Marshallplan für Athen und die Banken mit im Boot - so lautet die Zauberformel des Brüsseler Euro-Gipfels. Christoph Hasselbach kommentiert.
Es war nicht die große Geste, die so viele erwartet hatten: Alle haften unbegrenzt für alle und schützen damit endgültig die Euro-Zone gegen Angriffe von Spekulanten: zum Beispiel durch Euro-Anleihen mit gleichem Zinssatz für solide Staaten wie Schuldensünder oder durch eine gigantische Aufstockung des Rettungsfonds. So haben sich das die einen gedacht. Einiges spricht tatsächlich dafür.
Fass ohne Boden?
Christoph Hasselbach
Es mehren sich aber auch die Stimmen - nicht nur in Deutschland - die eine rote Linie ziehen wollen. Wo soll das alles enden? Bald ein zweites Hilfspaket für Irland, für Portugal, ein Paket für Spanien, für Italien? Wann ist mal Schluss? Und vor allem: Wo bleibt der Anreiz zum sparsamen Haushalten, wenn man in jedem Fall rausgehauen wird? Otmar Issing, früher Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, meint, bei einer Umschuldung müsse Griechenland die Währungsunion verlassen. Die Schlussfolgerung scheint überzogen, aber zumindest die Bedenken klingen ebenfalls sehr plausibel.
Die Forderungen und Erwartungen der vergangenen Tage bewegten sich oft zwischen diesen beiden Extremen. Aber wie es Bundeskanzlerin Merkel schon angekündigt hatte, ist der große Befreiungsschlag ausgeblieben. Zwar ist die Beteiligung privater Gläubiger neu, den erwarteten teilweisen Kreditausfall will man auf wenige Tage begrenzen und mit dem Rettungsfonds EFSF absichern. Griechenland soll mit einem "Marshall-Plan" wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. Und nicht nur Griechenland, sondern auch die anderen beiden Länder, die gestützt werden, Portugal und Irland, sollen günstigere Kreditbedingungen bekommen, um sie nicht zu strangulieren. Verglichen mit der bisherigen Situation ist das eine ganze Menge.
Endlich Ruhe!?
Aber reicht das? Wenn die Märkte zunächst positiv reagiert haben, bedeutet das gar nichts. Bisher sind die Regierungen der Euro-Zone immer den Marktentwicklungen hintergehechelt. Nach jedem Gipfel hieß es, jetzt sei endlich Ruhe. Wenige Monate später wurde schon das nächste Sondertreffen der Chefs einberufen, um ein klares Signal an die Märkte zu senden.
Trotzdem ist mir das behutsame Vorgehen lieber. Der dramatische Schritt, den viele fordern, hätte eben auch dramatische Folgen, wenn es schiefgeht. Und bezeichnenderweise fordern meist diejenigen dramatische Lösungen, die selbst die Folgen nicht ausbaden müssen. Lieber noch drei Sondergipfel und eventuell nachjustieren als einen dramatischen Schritt nach vorn am Rande des Abgrunds.
14 Temmuz 2011 Perşembe
TEDGlobal 2011: Social media game aims to end extremism
A social media game with Arab super heroes at its heart has been launched on Facebook.
The man behind the project, Suleiman Bakhit, hopes that Happy Oasis can create positive role models for children who might otherwise be enticed by extremist views.
The game launched this week and has already attracted 50,000 followers.
Newly appointed TED fellow Mr Bakhit spoke about his project at the TEDGlobal conference in Edinburgh.
Mr Bakhit, who comes from Jordan, was a student at the US University of Minnesota when the 9/11 attacks took place. Shortly afterwards he was attacked by four men because he was an Arab.
Magic carpetInstead of feeling bitter, Mr Bakhit decided to engage in an education campaign.
"I realised that you fight extremism by starting with the young. The message was simple - 'We are not all terrorists'", he told the BBC.
Armed with a not-so-magic carpet, he began telling Aladdin-style stories in local schools.
"One day a child asked me if there was an Arab superman and I realised that there wasn't," he said.
So began his comic-book project which aimed to create a range of positive Arab role-models, including a female James Bond and a Jordanian special agent who fights extremists.
In Jordan, Mr Bakhit has sold 300,000 copies of his comics and came to realise that there was a market for a web-based version.
"Print media is dying but there are 30 million Arabs on Facebook so I thought about making social games with the same message," he said.
Mr Bakhit wanted to make sure that his characters related to the children he was aiming to reach.
"I took a peer-to-peer approach, engaging kids to get their ideas," he said.
He was undecided about whether to include a character dressed in a burka until he showed the animated character to a focus group.
"They loved the idea so she was in," he said.
The first game featured special agent Element O and while it was, in Mr Bakhit's words "not very good", it did show him the potential of such a project.
"Fans were discussing the games in the forums and arguing about politics. I went on as Element O and the arguments immediately stopped," he said.
Mr Bakhit said he now hopes to take his comic book model to Pakistan, where extremism is a growing problem.
Burglaries up 14% - British Crime Survey
Burglaries at homes in England and Wales increased by 14% in 2010-11 compared with the previous year, the British Crime Survey (BCS) suggests.
The survey of 45,000 households also indicated overall crime levels were up slightly, though researchers said this was not "statistically significant".
Officials regard the BCS as the most reliable indicator of crime trends.
Separate data of crimes recorded by police showed crime fell 4% and domestic burglary was down 4%.
It also suggested a 10% rise in the number of recorded thefts of unattended mobiles, wallets and purses from pubs, household property from gardens, and metal or industrial equipment.
The total number of crimes recorded by police fell by about 100,000 to 4.2 million over the last year.
In contrast, the BCS figures showed there were about 9.6 million crimes overall in 2010-11, compared with 9.5 million the previous year.
Downward-trend 'easing'Officials advised "caution" over the burglary figures from the BCS saying the rise followed a figure for the previous year which was the lowest since records began.
They said some commentators had expected to see rises in acquisitive crime due to the recession and greater unemployment but there was no firm evidence for this.
"Despite difficult economic conditions these latest statistics show no consistent evidence of upward pressure across the range of acquisitive crime," the researchers concluded.
But they said both sets of figures indicated that the long-term downward trend in crime since the mid-1990s was "easing".
8 Temmuz 2011 Cuma
Sanayi üretiminde yüzde 8'lik artış
Sanayi üretimi bu yılın mayıs ayında, geçen yılın aynı ayına kıyasla yüzde 8 arttı. Sanayi üretimi aylık bazda değerlendirildiğinde de nisan ayına göre yüzde 2,9 artış gösterdi.
Türkiye İstatistik Kurumu (TÜİK), 2011 yılı mayıs ayı sanayi üretim endeksi sonuçlarını açıkladı.
Buna göre, mayıs ayında sanayi üretimi beklentilerin üzerinde arttı ve yüzde 8 olarak gerçekleşti. Sanayi üretiminde ortalama piyasa beklentisi yüzde 7,5 düzeyindeydi.
Mayısta geçen yılın aynı ayına göre, sanayinin alt sektörlerinden madencilik ve taş ocakçılığı sektöründe yüzde 0,5, imalat sanayinde yüzde 8,7 ve elektrik, gaz, buhar, iklimlendirme üretimi ve dağıtımı sektöründe de yüzde 5,1 artış kaydedildi.
Takvim etkisinden arındırılmış endeks, mayıs ayında geçen yılın aynı ayına göre yüzde 5,1 arttı. Mevsim ve takvim etkilerinden arındırılmış sanayi üretim endeksi ise mayısta bir önceki aya göre yüzde 0,3 azalış gösterdi.
EN YÜKSEK ARTIŞ SERMAYE MALI İMALATINDA
Ana Sanayi Grupları Sınıflamasına göre, mayıs ayında geçen yılın aynı ayına göre en yüksek artış yüzde 16,2 ile sermaye malı imalatında kaydedildi. Bunu yüzde 13,2 ile dayanıklı tüketim malı imalatı, yüzde 6 ile enerji, yüzde 5,9 ile de ara malı imalatı ve yine aynı oranla dayanıksız tüketim malı imalatı izledi.
İmalat sanayi alt sektörlerine bakıldığında artışta ilk sırayı baz etkisinin de tesiriyle yüzde 63,7 ile tütün ürünleri imalatı aldı. Tütün ürünleri imalatı geçen yılın mayıs ayında yüzde 41,3 azalmıştı.
Tütün ürünleri imalatını yüzde 27,8 ile deri ve ilgili ürünlerin imalatı, yüzde 27,7 ile başka yerde sınıflandırılmamış makine ve ekipman imalatı, yüzde yüzde 22,5 ile de mobilya imalatı izledi.
Söz konusu dönemde motorlu kara taşıtı, treyler (römork) ve yarı treyler imalatında yüzde 15,2, diğer imalatlarda yüzde 14,5, fabrikasyon metal ürünleri imalatında yüzde 12,7, elektrikli teçhizat imalatında yüzde 12,4 artış gözlendi.
Mayıs ayında diğer ulaşım araçlarının imalatında yüzde 30,8, tekstil ürünleri imalatında yüzde 3,3 oranında düşüş kaydedildi.
Dünyaca ünlü İngiliz şarkıcı ve besteci Elton John, dünya turnesi kapsamında geldiği Ankara'da konser verdi.
Ankara Spor Salonu'ndaki konserde, parçalarına piyanosuyla eşlik eden “Sir” unvanlı sanatçıyı, hayranları büyük ilgiyle dinledi.
Yaklaşık 2.5 saat sahnede kalan Elton John'a bazı şarkılarında hayranları da eşlik etti.
Elton John ile birlikte sahnede 4'ü kadın vokal olmak üzere 11 kişilik orkestra yer alırken, iki müzisyenin konserin bir bölümünde fes takması dikkati çekti.
Sanatçı, 21 ülke ve 47 şehri kapsayan dünya turnesi kapsamında dün İstanbul'da Maçka Küçükçiftlik Parkı'nda da konser vermişti.
Yaklaşık 2.5 saat sahnede kalan Elton John'a bazı şarkılarında hayranları da eşlik etti.
Elton John ile birlikte sahnede 4'ü kadın vokal olmak üzere 11 kişilik orkestra yer alırken, iki müzisyenin konserin bir bölümünde fes takması dikkati çekti.
Sanatçı, 21 ülke ve 47 şehri kapsayan dünya turnesi kapsamında dün İstanbul'da Maçka Küçükçiftlik Parkı'nda da konser vermişti.
Ve Bon Jovi İstanbul'da
,Efsanevi rock grubu Bon Jovi’nin solisti Jon Bon Jovi, grubun "Greatest Hits Tour" kapsamında bugün İstanbul’da vereceği konser için dün akşam Türkiye’ye geldi.
BON JOVİ İSTANBUL'A BÖYLE GELDİ
Özel bir uçakla, saat 18.00’da Sabiha Gökçen Uluslararası Havalimanı’na inen Jon Bon Jovi, apronda uçaktan inerken hayranlarını selamladı. Daha sonra Genel Havacılık Terminali’ne giren Jon Bon Jovi, işlemlerinin tamamlanmasının ardından terminal çıkışında kendisini bekleyen hayranlarının arasından geçerek özel bir araçla alandan ayrıldı.
Geçen kasım ayında yayınladıkları "Bon Jovi Greatest Hits" albümüyle dünya çapında bir numara olan grup, "Greatest Hits Tour" kapsamında yarın İstanbul’da Türk Telekom Arena’da konser verecek. Grup, aynı tur kapsamında Türkiye’nin yanı sıra ABD, Kanada ve Avrupa’da bazı ülkelerde de konser verecek
Coşkulu karşılama
Şike soruşturması kapsamında ifadeleri alındıktan sonra serbest bırakılan Sezer Öztürk ve Emenike gece Fenerbahçe kampına katıldı. İki futbolcuyu bütün takım birlikte, alkışlarla karşıladı.
Düzce'nin Topuk Yaylası'nda çalışmalarını yoğun tempoda sürdüren Fenerbahçeli futbolcular yaşanan sıkıntılı günlerde birlik mesajı verdi.
Şike soruşturması kapsamında ifadeleri alınan ve ardından serbest bırakılan sarı-lacivertli futbolcular Emenike ve Sezer Öztürk’ün dün gece geç saatlerde kampa gelişinde büyük coşku yaşandı. Fenerbahçeli oyuncular adeta birlik ve beraberlik gösterisi yaptı.
Saat 23.50’de tesise gelen Emenike ve Sezer Öztürk’ü, Teknik Direktör Aykut Kocaman, idari menajer Hasan Çetinkaya, antrenörler, futbolcular ve çalışanlar, tesisin girişinde alkışlarla karşıladı. Sezer ve Emenike’nin, karşılama sırasında oldukça duygulandıkları gözlendi.
Bu arada sarı-lacivertli takım çalışmalarını dün yaptığı çift idmanla sürdürdü. Milli takımlarına gittikleri için izinli olan futbolculardan Semih Şentürk, Emre Belözoğlu, Mehmet Topuz ve Mamadou Niang da dün kampa katıldılar.
Öte yandan Fenerbahçeli taraftarlar da takımlarına destek vermek üzere pazar günü sabah konvoy oluşturarak Topuk Yaylası’na gelecek, akşam da Bağdat Caddesi’ndeki protestoya katılacak.
Şike soruşturması kapsamında ifadeleri alınan ve ardından serbest bırakılan sarı-lacivertli futbolcular Emenike ve Sezer Öztürk’ün dün gece geç saatlerde kampa gelişinde büyük coşku yaşandı. Fenerbahçeli oyuncular adeta birlik ve beraberlik gösterisi yaptı.
Saat 23.50’de tesise gelen Emenike ve Sezer Öztürk’ü, Teknik Direktör Aykut Kocaman, idari menajer Hasan Çetinkaya, antrenörler, futbolcular ve çalışanlar, tesisin girişinde alkışlarla karşıladı. Sezer ve Emenike’nin, karşılama sırasında oldukça duygulandıkları gözlendi.
Bu arada sarı-lacivertli takım çalışmalarını dün yaptığı çift idmanla sürdürdü. Milli takımlarına gittikleri için izinli olan futbolculardan Semih Şentürk, Emre Belözoğlu, Mehmet Topuz ve Mamadou Niang da dün kampa katıldılar.
Öte yandan Fenerbahçeli taraftarlar da takımlarına destek vermek üzere pazar günü sabah konvoy oluşturarak Topuk Yaylası’na gelecek, akşam da Bağdat Caddesi’ndeki protestoya katılacak.
Taran'a doktor yasağı
Reklamcı Ali Taran (59), oğlu Kuzey'in annesi, 2006'da boşandığı Selma Taran ile 2009'da yeniden nikah masasına oturmuştu.
Ali Taran 3 yıldır kanser tedavisi gören Selma Taran'dan 14 Haziran'da ikinci kez resmen ayrılmış, 2 Temmuz'da da kendinden 27 yaş küçük Ayşe Özyılmazel ile Bodrum'da evlenmişti.
Sürpriz nikahı duyunca, "Ali'ye mutluluklar diliyorum. Gelin hanım sakın benim gibi hasta olmasın" diyen Selma Taran'ı, yakınları, Londra'ya tatile götürmeye karar vermişti. Posta'dan Suna Akyıldız'ın haberine göre; Selma Taran, Londra tatili öncesi kontrol için Fulya'da kemoterapi gördüğü kliniğe gitti.
Ama test sonucunda kan değerlerinin istenilen seviyede olmadığını öğrenince şok oldu. Klinikte ağlayan Selma Taran'a yakın arkadaşları moral vermeye çalıştı. Doktoru da Londra gezisini yasakladı. Bunun üzerine tüm rezervasyonlar iptal edildi. Doktoru ayrıca Selma Taran'ın üzülmemesi için gazete okumasını ve televizyonda haber seyretmesini de yasakladı.
Helikopterin düştüğü dakikalarda radarlar kararmış
Cumhurbaşkanlığı DDD'nun hazırladığı raporda Yazıcıoğlu'nu taşıyan helikopterin düştüğü zaman diliminde bölgede askerî uçaklar olduğu iddiasını güçlendiren yeni bilgiler ortaya çıktı.
Cumhurbaşkanlığı Devlet Denetleme Kurulu'nun hazırladığı raporda yer alan merhum Muhsin Yazıcıoğlu'nu taşıyan helikopterin düştüğü zaman diliminde bölgede askerî uçaklar olduğu iddiasını güçlendiren yeni bilgiler olduğu ileri sürüldü. Zaman gazetesinde yer alan iddialar göre; Genelkurmay'ın resmî yazısına göre, kaza bölgesine 28,5 km mesafede üç savaş uçağı bulunduğu kesinleşti. Askerî radarlar ise kazanın olduğu 15.03 sularında 4 dakika arızalandı.
Bölgedeki bütün radarlar kısa süreli karardığı için 15.03.02 ile 15.07.40 arasında görüntü alamadı. Muhsin Yazıcıoğlu ve beraberindeki 5 kişiyi taşıyan helikopter 25 Mart 2009'da düşmüştü. 6 kişiye mezar olan helikopter kazasıyla ilgili çok şey yazıldı çizildi. Cumhurbaşkanı Abdullah Gül'ün talimatıyla harekete geçen Devlet Denetleme Kurulu'nun (DDK) yaptığı araştırmalar, helikopterin bir savaş uçağı tarafından savrulmuş olabileceği ihtimalini gündeme getirdi.
SAVAŞ UÇAKLARININ KAYITLARI SİLİNMİŞ
Genelkurmay Başkanlığı'nın verdiği bilgilerde ilginç bir durum daha göze çarpıyor. Savaş uçaklarının tuttuğu kayıtlar silinmiş. Konuyla ilgili ifadeler şöyle: "Anılan üslerdeki tüm FD16 ile bazı F4 uçaklarında kayıt sistemleri mevcut olup bu sistemlerin kayıt süreleri 30 dakika ile 10 saat arasında değişmektedir. Yapılan kayıtların saklanması uçuştan hemen sonra talep edilmediği takdirde, müteakip uçuştaki bilgiler aynı kasete kaydedilmektedir. Bu nedenle söz konusu tarihteki uçuşlara ait kayıt bulunmamaktadır. Diğer taraftan bu kayıtlar olsa dahi, uçağın uçtuğu rotanın bu kayıtlardan yararlanılarak harita üzerine aktarılması mümkün değildir."
Genelkurmay Başkanlığı'nın verdiği bilgilerde ilginç bir durum daha göze çarpıyor. Savaş uçaklarının tuttuğu kayıtlar silinmiş. Konuyla ilgili ifadeler şöyle: "Anılan üslerdeki tüm FD16 ile bazı F4 uçaklarında kayıt sistemleri mevcut olup bu sistemlerin kayıt süreleri 30 dakika ile 10 saat arasında değişmektedir. Yapılan kayıtların saklanması uçuştan hemen sonra talep edilmediği takdirde, müteakip uçuştaki bilgiler aynı kasete kaydedilmektedir. Bu nedenle söz konusu tarihteki uçuşlara ait kayıt bulunmamaktadır. Diğer taraftan bu kayıtlar olsa dahi, uçağın uçtuğu rotanın bu kayıtlardan yararlanılarak harita üzerine aktarılması mümkün değildir."
Öte yandan Genelkurmay'ın verdiği bilgilerin ardından DDK da yeni bir durum değerlendirmesi yaparak s savcılığa gönderdi. DDK'nın Genelkurmay Başkanlığı tarafından kendilerine gönderilen bulgularla yeni ortaya çıkan bilgilerin farklı olduğu ve söz konusu kuşkulu konuların yeniden araştırılması yönünde görüş bildirdiği ifade ediliyor.
Suudilere tank desteği Merkel’i fena sıkıştırdı
Alman hükümetinin Suudi Arabistan 200 Leopard model tank satışı gerçekleştireceği yönündeki haberler ülkeyi karıştırdı.
Muhalefet partileri yaz tatillerine ara vererek parlamentoda toplandı, Alman Yeşiller Partisi Milletvekili Hans-Christian Ströbele satışla ilgili ayrıntılar açıklanmazsa dava açacağını bildirdi. Suudi Arabistan’ınBahreyn’de düzenlenen protestolar sırasında göstericilere karşı tank kullandığını hatırlatan muhalefet partileri Almanya Başbakanı Angela Merkel’i eleştirerek, Alman hükümetinin tank satışını durdurmasını istedi. Aktivistler de dün meclis önünde toplanarak Merkel’i protesto etti.
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